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Viele Katzen fordern ein hohes soziales Engagement
Jusos unterwegs mit ihrer Landtagskandidatin

Die Jusos besuchten mit ihrer Landtagskandidatin Daniela Neuschäfer und dem Frankenberger Fraktionsvorsitzenden Dr. Hendrik Sommer das Tierheim. Gemeinsam brachten sie Katzenfutter für die Heimtiere mit. Das Frankenberger Tierheim bietet Platz für 22 Hunde, und obwohl nur Platz für ca. 40 Katzen vorhanden ist, sind bei Tierheimleiterin Barbara Wachtendorf und ihrem Team bereits über 80 Katzen untergekommen.

Daniela Neuschäfer, Landtagskandidatin, die ihren Hund aus dem Tierheim geholt hat: „Ich habe großen Respekt vor der Arbeit des Tierschutzvereins und freue mich, dass so viele Menschen dort engagiert sind! Ohne das Engagement der haupt- und ehrenamtlichen Helfer wäre es nicht möglich, so viele Tiere zu betreuen und ihnen eine Bleibe zu bieten.“

Wachtendorf machte deutlich, dass es in dem 1988 erbauten Gebäude ein Problem mit der Hitze während der Sommermonate gibt. Das Dach sei schlecht isoliert und so werde es in der Dachetage, dort wo die Katzen untergebracht sind, viel zu heiß. Darunter würden die Tiere sehr leiden, ganz besonders eine Katzenmutter mit ihren Jungen. Notdürftig haben die Mitarbeiter des Tierheims versucht, mit Regenschirmen vor den Fenstern Schatten zu erzeugen und den Tieren eine „Abkühlung“ zu verschaffen. Die große Anzahl an Katzen stellt eine zusätzliche Herausforderung für den Tierschutzverein dar. Dies komme daher, dass es immer noch Menschen gebe, die ihre freilaufenden Kater und Katzen nicht kastrieren, beziehungsweise sterilisieren.

„Dieses Problem kann man so nicht hinnehmen und wir müssen in jeder Kommune, in jedem Landkreis und in jedem Bundesland über eine Kastrationspflicht, in Verbindung mit einer Meldepflicht für Katzen, nachdenken“, meint Hendrik Klinge, Vorsitzender der Jusos. „Nach einer Berechnung des Deutschen Tierschutzbundes kann eine Katze und deren Nachkommen innerhalb von 10 Jahren viele Millionen Katzen zeugen. Die unkontrollierte Vermehrung führt zu einer immer weiter wachsenden Zahl verwilderter und herrenloser Katzen, welche früher oder später im Tierheim landen und dort für große Schwierigkeiten bei der Unterbringung sorgen.“

„Des Weiteren kann das Krebsrisiko durch eine Kastration drastisch gesenkt werden“, fügt Jessica Heß hinzu, dies müsse man den Besitzern der Tiere klar machen, dann würden vielleicht mehr Katzen aus Tierliebe freiwillig von ihren Haltern kastriert.

Lobende Worte finden die Jusos noch für das finanzielle Engagement der umliegenden Gemeinden, die das Tierheim jedes Jahr erheblich unterstützen. „Die vielen herrenlosen und beim Fund oft kranken Tiere könnten nicht optimal versorgt und weitervermittelt werden, wenn die Kommunen nicht einen enormen finanziellen Beitrag leisten würden, der meist für die tierärztliche Versorgung gebraucht wird“, erklärt Daniela Neuschäfer.