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SPD und Jusos Frankenberg gedachten gemeinsam der Opfer der NS-Zeit

Bei einem gemeinsamen Rundgang durch Frankenberg gedachten am Samstag, dem 09. November 2013, die SPD und die Jusos Frankenberg der Opfer der NS-Zeit und dem 75. Jahrestag der Pogromnacht. Hierzu folgten sie der Spur der 38 Stolpersteine, legten weiße Rosen nieder und der Juso Vorsitzende Hendrik Klinge las die Lebensgeschichte der Ermordeten vor.

Volker Heß, Ortsvereinsvorsitzender: „Am Jahrestag der Reichspogromnacht ist es wichtig, der Opfer der Schreckensherrschaft der Nazis zu gedenken und sich vor Augen zu halten, wozu Intoleranz und Diktatur führen.“

„Das Erschreckende ist, dass es immer noch Menschen gibt, die diese Ideologien verfolgen. In Frankreich stellen Rechtsradikale in manchen Kommunalparlamenten die Mehrheit, in Österreich werden diese Parteien immer stärker und auch in Deutschland gibt es die NPD in Landtagen und auf kommunaler Ebene. Wir wollen ein Zeichen setzen gegen Nationalismus“, ergänzt der Juso Vorsitzende Hendrik Klinge.

In der Nacht zum 10. November 1938 zerstörten Nationalsozialisten einen Großteil der mehr als 1200 Synagogen in Deutschland und verwüsteten jüdische Einrichtungen, Häuser und Geschäfte. Mehr als 400 Menschen kamen dabei ums Leben. Ein Attentat eines in Paris lebenden siebzehnjährigen polnischen Juden auf einen deutschen Botschaftsmitarbeiter diente als Vorwand für die vorbereiteten und organisierten Übergriffe. Insgesamt wurden in Deutschland während der NS Zeit etwa 6,3 Millionen Juden ermordet, aber auch etliche andere Minderheiten und politische Gegner der Nazis.

„Wir sind sehr froh, dass es in Frankenberg die Stolpersteine gibt, die vor den Häusern daran erinnern, dass Verfolgte auch Nachbarn und Freunde waren, und dass sie mitten unter uns wohnten“, lobt der Fraktionsvorsitzende der SPD, Dr. Hendrik Sommer, das Engagement all derjenigen, die dafür gesorgt haben, dass es 2006 zum Verlegen der ersten Stolpersteine kam.

Daniela Neuschäfer, stellvertretende Ortsvereinsvorsitzende, freut sich, dass der Landkreis das „Netzwerk für Toleranz“ ins Leben gerufen hat. „Dadurch besteht die Möglichkeit, extremistischen Bestrebungen zu begegnen und die Bedeutung von Toleranz gegenüber anderen mehr Ausdruck zu verleihen.“