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Jusos Frankenberg gegen teuren Wasserpark

Die Jusos Frankenberg sprechen sich gegen den 1,1 Millionen Euro teuren Wasserpark aus, der nach den Vorstellungen der Schwarz-Grünen Koalition im Stadtparlament die Stadt zur Eder öffnen soll. Hendrik Klinge (Vorsitzender der Jusos) hierzu: „Es ist absolut unvernünftig, dass seit Jahren gebetsmühlenartig darüber diskutiert wird, freiwillige Leistungen zu streichen, um die chronisch desolate Lage des Haushalts der Stadt zu verbessern, nun aber Steuergelder mit vollen Händen ausgegeben werden sollen.“

Hierbei bestürzt den Nachwuchs der SPD vor allem die jährlichen Folgekosten von 30.000 Euro. Gleiches kritisierte bereits der SPD Fraktionsvorsitzende Dr. Hendrik Sommer in seiner Rede im Stadtparlament und unterstrich auch den grundsätzlichen Wunsch einer Öffnung Frankenbergs hin zur Eder. Die Jusos beklagen besonders die Nicht-Vorlage von Alternativen seitens der Stadt und die Investitionshöhe. Des Weiteren ist nach Ansicht der Jusos ein Wasserlauf mit Ederwasser noch lange keine Öffnung zur Eder. Auch sei dieser Wunsch bei der momentanen finanziellen Lage für 1,1 Millionen Euro nicht realisierbar. „Wir wünschen uns ein kostengünstigeres Konzept mit einer wirklichen optischen Öffnung zur Eder“, erläutert die stellvertretende Vorsitzende Jessica Heß. Luca Pawlik, ebenfalls stellvertretender Vorsitzender, bemerkt, dass all die momentan gemachten Schulden auch einmal wieder zurückgezahlt werden müssten. Auch das Argument, dass die Stadt „nur“ etwa 200.000 Euro beisteuere, überzeuge nicht, denn auch die Fördergelder von Bund und Land seien schließlich Steuergelder, die man besser in Bildung und Infrastruktur investieren könne. Den Jusos machen zudem die planerischen Ungenauigkeiten Sorgen, so müssten die bestehenden öffentlichen Toiletten in der Uferstraße dem neuen Wasserpark weichen, neue Toiletten seien aber bei der Planung nicht berücksichtig worden.

 

„Wir sind keinesfalls gegen generelle Investitionen in die Stadt Frankenberg und ihre Ortsteile, doch würden wir es bevorzugen, diese Maßnahme preiswerter zu gestalten und den Differenzbetrag in allgemeinnützigere Projekte zu investieren“, appellieren die Jungen SozialdemokratInnen an die Stadt. So hätten die Jusos bereits mehrfach die Gestaltungskraft des Bürgermeisters Rüdiger Heß gelobt und sich erfreut darüber gezeigt, dass durch Heß die uralte SPD Forderung nach der Umgestaltung des Bahnhofsumfeldes und des Bahnhofes umgesetzt wurde, ergänzt Klinge.

Die jungen SPDler hoffen, dass es nicht zu einem weiteren Projekt kommt, welches über die Köpfe der BürgerInnen hinweg durchgepeitscht wird, sondern dass mehr Meinungen berücksichtigt und die Öffentlichkeit in die weiteren Planungen mit einbezogen werde. Die Akzeptanz des Projekts in der Bevölkerung sei ein wichtiges Kriterium.